Donnerstag, 18. September 2008

Perhentian Islands (Kecil) - 4. bis 9. September

Am Mittwoch, dem 3. September, machte ich mich mit Lukas auf den Weg zu unserer nächsten Destination à die Perhentian Islands im Norden von Malaysia. Gleich nach der Uni und einem Gruppenmeeting ging es nun schon zum 4. Mal mit dem Bus zur Grenze nach Malaysia. Sind nun schon sehr geübt darin ;) ;) ;). Unser Flug ging erst am Donnerstag um 7 Uhr in der Früh. Es wäre sich aber nicht ausgegangen, in der Früh einen Bus zu nehmen, somit beschlossen wir eben, uns schon einen Tag zuvor auf den Weg zu machen. Natürlich sind wir dann draufgekommen, dass um diese Zeit (ca. 11 Uhr abends) kein Bus mehr zum Flughafen geht. Nachdem wir ein paar Leute angesprochen haben, um Informationen zu bekommen, stellte sich plötzlich ein Paar bereit, uns bis zum Flughafen mitzunehmen, da sie sowieso mit dem Auto auf dem Weg nach Kuala Lumpur waren. Naja.. ein wenig mulmig war uns schon zumute (schließlich lernt man schon sehr früh, dass man nicht in Autos von fremden Leuten einsteigen soll +ggg+), aber wir nahmen das Angebot dankend an. Am Flughafen angekommen (mittlerweile war es schon 1 Uhr in der Früh) bereiteten Lukas und ich unseren Schlafplatz vor ... eine Bank mit vier Sesseln in der Halle des Flughafens;). Zwar nicht die bequemste Lösung, aber eben gratis ;). Der Flughafen in Johor Bahru war eigentlich wie ausgestorben und sogar ich konnte ein paar Stunden schlafen ;). Um halb 5 Uhr morgens wurden wir dann von den ersten Reisenden geweckt, nahmen ein Frühstück zu uns und dann ging’s auch schon ab nach Kuala Lumpur, wo wir einen 2stündigen Aufenthalt hatten und dann weiter nach Kota Bahru. Von dort aus nahmen wir ein Taxi zur Küste und schon saßen wir im „Speed Boat“ zu den Perhentian Islands. Aufgrund von Empfehlungen entschlossen wir uns, die kleinere Insel (Kecil) für unseren Kurzurlaub zu wählen. Auf der Insel angekommen stapften wir in brühender Hitze mit unserem riesigen Travel-Rucksack den Strand entlang (der Schweiß kam aus allen Bohren und Halluzinationen waren wohl nicht fern), um ein Chalets zu finden. Nein, ... es war nicht ganz so schlimm; die Tatsache, dass wir die nächsten 5 Tage auf einem fast weißen Strand verbringen werden, ermutigte uns natürlich ;). Aber wir waren schon sehr froh, als wir ein Chalet gefunden haben und dann die Insel erkunden konnten. Eigentlich hieß es, dass die Insel nicht wirklich touristisch ist. Dem war nicht wirklich so. Uns wurde erzählt, dass sich vor allem im letzten Jahr sehr viel verändert hat. Doch trotzdem war es wirklich ruhig und einfach traumhaft. Naja.. und somit verbrachten wir die nächsten Tage mit Faulenzen, Lesen (Bücher für die Uni), gutem und billigen Essen, Reptilien, Ameisen, Schlangen, Eichhörnchen, Katzen, Ratten, überdimensionalen Schnecken etc. +ggg+.Machten auch bei einem Schnorcheltrip mit... schwammen neben einer Riiiiiiesenschildkröte. Neben vielen bunten und weniger netten Fischen fand ich auch endlich Nemo vor seiner Seeanemone ;) ;) ;). Und ich konnte sogar einen Hai sehen, wirklich beeindruckend. War natürlich nicht groß, aber es war ein Hai ;).

Auf diesem Schnorcheltrip lernten wir eine sehr nette Runde von Traveler kennen, mit denen wir dann am Abend die eine oder andere Urang Utan (Monkeyjuice) Flasche leerten ;), was wir am nächsten Tag auch noch ordentlich zu spüren bekamen ;). Ana, Andi, Charly und ihre weiteren Begleiter gaben uns sehr nützliche Tips für unsere weiteren Reisen. War wirklich beeindrucken, ihnen zuzuhören, wenn sie von ihren Abenteuern erzählten (waren schon Monate mit dem Rucksack unterwegs).

Machten auch noch viele weitere nette Bekanntschaften. Zum Beispiel mit einer Vorarlbergerin, die schon seit über einem Jahr auf der Insel lebt und Papa Reggae, der aus Kokosnussschalen tolle Ketten und Armbänder zauberte und uns vieles über die Insel erzählte.

Nach 5 Tagen Sonne, Strand und Meer ging es auch leider schon wieder zurück. Die Zeit verging natürlich viel zu schnell und wir saßen schon wieder im „Speed Boat“ in Richtung Festland. Die Fahrt war diesmal etwas turbulenter und vor allem für Lukas nicht sehr angenehm, da er sich am Tag zuvor durch einen leckeren Milkshake den Magen verdorben hat. Auch mein Magen zwickte ein wenig, doch anscheinend hab ich eher einen Saumagen und spürte somit nicht wirklich viel ;) ;). Am Festland schlossen wir uns mit einem Paar aus Australien zusammen, um uns ein Taxi zum Flughafen zu teilen. Sie waren Rucksacktouristen, hatten aber ein 10-monate altes Baby mit ... wirklich beeindruckend. Also anscheinend ist das Leben nicht vorbei, wenn man mal Kinder hat +gg+... Sie erzählten uns von ihrer bisherigen Reise.. z.B. dass sie in allen Dörfern in Laos mit voller Freude empfangen wurden und ihr Kind den ganzen Tag über mit den einheimischen Kindern spielte und von deren Eltern ebenfalls bemuttert wurde. Also wirklich beeindruckend.

Ja und dann saßen wir auch leider schon wieder im Flieger. Wieder mit einem Zwischenstop in Kuala Lumpur, Grenzübergang in Johor Bahru und mit dem Bus zurück in unser trautes Heim (wieder mal das Übliche +gggg+) ....

Und wer glaubt, dass wir nun von Inseln einmal genug haben, täuscht sich gewaltig. ;)
Das Beeindruckendste für mich ist jedes Mal die Tatsache, dass es dort mitten im Meer einfach etwas wie eine andere Welt gibt und dass man wahnsinnig nette Leute kennen lernt, von denen man sehr viele interessante Geschichten hört. Da bekommt man wirklich Guster, auch einmal monatelang mit dem Rucksack unterwegs zu sein ;) ;) ;). Also liebe Leute... stellt euch schon einmal darauf ein, dass ich irgendwann wieder einmal länger weg sein werde +gggggg+.

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